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Heilpflanzenlexikon

Quitte

Quitte, © ich/pixelio.de
© ich/pixelio.de

Bei den Griechen war die Quitte der Aphrodite gewidmet und ein Symbol für Schönheit, Liebe und Fruchtbarkeit. Sie soll vor allem auf Kreta angebaut worden sein. Von Benediktinern wurde sie später nach Norden gebracht. Dioskurides hatte der Quitte bereits eine Reihe von Wirkungen zugeschrieben: harntreibend, gegen Durchfall, Blutspeien, Cholera, Magen- und Bauchfluss, Atemnot, Gebärmutter- und Darmleiden, Augenentzündung und Leberverhärtung.

Wissenschaftlicher Name: Cydonia oblongata Mill.

Charakteristik

Die Quitte ist in Südwest- und Zentral-Asien heimisch, hat sich aber in Europa, insbesondere im Mittelmeergebiet, eingebürgert. Sie blüht zwischen Mai und Juli. Im Oktober werden die Früchte gepflückt, eine Zeitlang gelagert, dann zerschnitten und getrocknet. Die Samen werden abgesammelt. Medizinisch verwendet werden Frucht und Samen.

Anwendungsbereiche

Als linderndes Mittel bei Verdauungsbeschwerden und Durchfall; zur Linderung von Augenleiden;gegen Husten, Magen- und Darmentzündungen; als Umschläge bei Verletzungen, Gelenkentzündungen, verletzten Brustwarzen und aufgerissenen Fingern

Dosierung

Auszug oder Absud trinken.

Wirkung und Nebenwirkungen

Zur Wirkungsweise liegen keine gesicherten Annahmen vor, die Wirkung kann nicht bewertet werden. Risiken der bestimmungsgemäßen Anwendung therapeutischer Dosen der Droge und Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Da Quittenschleim aus den unzerkleinerten Samen bereitet wird, kann eine geringe toxische Bedeutung vorhanden sein. 

Anwendung in Lebensmitteln

Frische Quitten sind eine beliebte Grundlage für Konfitüre, Kompott, Gelee und  Sirup. Die Früchte sind reich an Vitamin C, Schleimstoffen und enthalten auch eine gewisse Menge Tannine. Die einhüllenden und besänftigenden Qualitäten der Samen sind hilfreich bei Störungen des Magen-Darmtraktes.