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Heilpflanzenlexikon

Kardamom, grüner

Kardamom, grüner, © imstock/Shutterstock.com
© imstock/Shutterstock.com

Kardamom findet seit Jahrhunderten vielfältigen Einsatz als Gewürz und Medikament. Die Pflanze wird schon in der Erzählsammlung „Tausendundeine Nacht“ häufig erwähnt. Sie stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Heute findet der Anbau auch in Südamerika und Afrika statt. Das süßlich-scharfe Aroma der Kardamom-Samen macht sie äußerst beliebt als Gewürz für Currys, Backwaren, Süßspeisen, Liköre oder Kaffee. Medizinisch werden die Samen gegen Verdauungsstörungen eingesetzt.

Wissenschaftlicher Name: Elattaria cardamomum Maton.

Charakteristik

Kardamom ist eine mehrjährige Pflanze mit dicken, knolligen und langen Wurzeln. Die Stängel erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 3 Metern und bilden lanzenförmige Blätter. Die Blüten entspringen dicht über dem Boden und entwickeln sich zu eiförmigen Fruchtkapseln, die jeweils vier bis acht Samen enthalten. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken antibakteriell, antimykotisch, stimulierend, blähungsmildernd und verdauungsfördernd.

Anwendungsbereiche

Innere Anwendung: bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Appetitanregung
Volksmedizin: bei Verdauungsstörungen, Brechdurchfall, Schwangerschaftserbrechen und Appetitlosigkeit
Indische und chinesische Medizin: bei Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Störungen der ableitenden Harnwege

Sonstige Verwendung

Haushalt: als Gewürz für Kaffee, Tee, Speisen und Backwaren
Kosmetik: als Aromatikum in diversen Artikeln

Dosierung

Tagesdosis: 1,5 g Droge
Tinktur: 1-2 g